Feuchtigkeit steuern
Idealerweise sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 80 % liegen.
Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt sind, passen sich die Pflanzen ihrer Funktion an, auf Kosten des optimalen Wachstums.
1. Feuchtigkeitsmanagement bei heißem und trockenem Wetter
Wenn die Luftfeuchtigkeit niedrig ist, was bei heißem und trockenem Wetter der Fall ist, betreibt die Pflanze Photorespiration.
Pflanzen neigen dazu, Wasser durch die Spaltöffnungen zu verlieren. Um diese Verluste zu begrenzen, schließen sich die Spaltöffnungen. Spaltöffnungen sind vereinfacht gesagt das „Einlassportal“ für CO2 zur Durchführung der Photosynthese.
Die Photosynthese kann daher nicht mehr effizient ablaufen, was zu einem Ertragsverlust führt.
Wie erhöht man die Luftfeuchtigkeit?
- Den Gewächshaus belüften, um die Hitze abzuleiten
- Die Schattenfolie nur auf einer Seite anbringen, vorzugsweise auf der Südseite
- Einen Dampferzeuger/Vernebler installieren
2. Feuchtigkeitsmanagement bei hoher Luftfeuchtigkeit
Bei hoher Luftfeuchtigkeit (über 80 %) können sich Pilze an den Blättern entwickeln oder parasitäre Pilze wie Mehltau oder Phytophthora auftreten.
Um die Pilzentwicklung zu begrenzen, muss die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus reduziert werden.
Zum Reduzieren:
- Das Gewächshaus belüften
- Die Pflanzungen belüften (die Pflanzen in den Behältern oder in den Türmen ausreichend auseinanderstellen, regelmäßig ernten)
- Die Belüftung in Betrieb setzen
- Die Schattenfolie öffnen, damit die Sonnenstrahlen leichter eindringen
Wann sollte die Belüftung eingeschaltet werden?Die Belüftung soll in der Übergangszeit, im März/April und von September bis November in Betrieb genommen werden.
Im Winter bringt die Belüftung Kälte ins Gewächshaus, daher ist es besser, sie abzuschalten.
Von Mai bis Anfang September sind Türen und Dachluken nahezu dauerhaft geöffnet. Es ist daher sinnlos, die Belüftung in Betrieb zu nehmen.
