Pflanzenkrankheiten

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Guide zur Erkennung von Schädlingen, Krankheiten und Mängeln

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Sich gegen Pflanzenerkrankungen schützen

Temperatur-/Luftfeuchtigkeitskontrolle im Gewächshaus
Die Tür während warmer Perioden offen halten. In feuchten Perioden eine leichte Belüftung beibehalten, um die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus zu begrenzen, da die Pflanzen auch bei kühler Außentemperatur schwitzen! In kalten Perioden können Sie einen Pelletheizer verwenden und/oder nur Winterpflanzen pflanzen. Das Wachstum im Gewächshaus wird generell in dieser Jahreszeit verlangsamt.

Nährstoffmängel verursachen Krankheiten
Achten Sie darauf, Ihr System entsprechend den beobachteten Mängeln zu ergänzen.

Ökosystem und Samen
Ein vielfältiges Pflanzenökosystem, das Blumen integriert, neigt naturgemäß dazu, widerstandsfähiger zu sein. Arbeiten Sie mit kontrollierten Samen und gesunden Jungpflanzen. Ältere Sorten sind nicht für die Kultur im Substrat geeignet; bevorzugen Sie biologische, ausgewählte Sorten.

Der Mehltau

Symptome
Pathogener Pilz mit weiß pudriger Oberfläche auf Blättern und Blüten. Verursacht Ertragsverluste und beeinträchtigt die Qualität der Pflanzen.

Lösung
Vorbereiten Sie ein Spray aus Kali-Bicarbonat (oder Natriumbicarbonat, falls leichter erhältlich). Es genügt, 5 g/L hinzuzufügen und es auf die Blätter zu sprühen.

  • Kali-Bicarbonat 0,5% im Spray (5 g/l auf die Blätter sprühen)
  • Mikronisierter Schwefel (vermeiden, wenn Kulturhilfsstoffe vorhanden sind)
  • Fenchelöl (effektiv nur, wenn der Krankheitsdruck gering ist)
  • Lecithin (z. B. Soja)
  • Extrakte ätherischer Orangenöle (Dehydratisierung der Sporen, sehr genaue Dosierung, sorgfältige Anwendung über die gesamte Pflanzenoberfläche)
  • Kupfer (nur vorbeugend, ansonsten begrenzte Wirksamkeit)
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Behandlung mit Kali-Bicarbonat

Wenn die Krankheit nach zwei bis drei Wochen anhält, auf eine Konzentration von 10 g/L wechseln.
Beginnen Sie nicht mit dieser Konzentration, da dies die Pflanzen verbrennen könnte.

Peppermehltau (Oidiumpilz)

Symptome
Auftreten bei kühlem und feuchtem Wetter. Die ersten Symptome umfassen breite, eckige bis blockierte gelbe Flecken, sichtbar auf der Oberseite der Blätter. Mit dem Reifungsprozess der Läsionen entwickeln sie sich rasch und werden braun.

Prävention

  • Wählen Sie resistente Sorten (insbesondere für Anbaubedingungen in feuchten Frühling-/Herbstperioden)
  • Belüftung und Luftzirkulation im Gewächshaus, um zu viel Feuchtigkeit in der Luft zu verhindern
  • Nicht zu dicht pflanzen
  • Nicht auf das Laub gießen
  • Infizierte Pflanzenteile entfernen
  • Kupferhaltige Präparate anwenden

Lösung
Keine einfache Heilung; Fokus auf Prävention.
Gleiche Behandlung wie der Mehltau mit einer basischen Lösung.

Wurzelfäule (Phytophthora usw.)

Symptome
Phytophthora sind Parasiten, die sich in verdichteten/erstickten Böden bzw. Substraten entwickeln (Wassernot, schwere Böden). Von Wurzelfäule befallene Pflanzen können Wasser und Nährstoffe aus dem Boden nicht richtig aufnehmen. Die Wurzeln wirken braun und weich. Die oberen Pflanzenteile scheinen unter Trockenheit zu leiden. Anzeichen von Wurzelfäule in Pflanzen umfassen Wachstumsverzögerung, Welken und Verfärbung des Laubs. Zieht man eine befallene Pflanze aus dem Boden, stellen Sie fest, dass die Wurzeln braun und weich statt fest und weiß sind.

Prävention

  • Luftfeuchtigkeit rund um die Wurzeln vermeiden (Anbaubehälter)
  • Bewässern vorzugsweise morgens (Anbaubehälter)
  • Boden- oder Erdspülung auf den Pflanzen vermeiden (Anbaubehälter)
  • Überdüngung vermeiden (Anbaubehälter)
  • Gute Hygiene
  • Erhöhung der Belüftung des Beckens

Lösung
Keine einfache Heilung, Schwerpunkt auf Prävention.

Stängfäule (Rhizoctonia, Fusarium und Pythium)

Symptome
Es ist schwer, diese verschiedenen Pilze für ungeübte Augen zu unterscheiden. Die verschiedenen pathogenen Pilze wurden in diese Kategorie zusammengefasst, da sich Symptome und Entwicklungsbedingungen auf den ersten Blick nahezu identisch darstellen. Die Pflanzen zeigen in der Regel eine partielle Blattabwurfung, dann vollständige je nach Schwere der Kontamination. Die Pflanzen haben mitten am Tag sehr großen Durst und richten sich nachts wieder auf. Die Wurzeln sind braun, schlecht entwickelt bzw. tot. In einigen Fällen werden die Leitgefäße innerhalb der Wurzeln, Stängel und Blätter schwarz.

Prävention

  • Überwässerung vermeiden (Anbaubehälter)
  • Bewässerung morgens bevorzugen (Anbaubehälter)
  • Wurzelverletzungen minimieren
  • Übermaß an Stickstoffdüngern vermeiden (Anbaubehälter)
  • Infizierte Pflanzen entfernen
  • Gute Hygiene
  • Bakterien zu dem Pflanzenwachstum förderlich einführen

Lösung
Es gibt nur wenige kurative, insbesondere umweltgefährdende Lösungen. Die befallene Pflanze zu entfernen, um eine Kontamination gesunder Pflanzen zu vermeiden, bleibt die beste Lösung.